Liebe ist ...


Liebe ist für mich
nicht nur Höhepunkt aller Freuden.
Liebe ist für mich
nicht nur Licht im Leiden.
Liebe ist für mich
nicht nur zärtliches Liebkosen
und Küssen,
Liebe ist für mich:
Bei dir mich ganz geborgen wissen!
***
 

 

 

Wie lange ist das her?

Du bist kaum fort
und ich spür eine Leere!
So lese ich auf einer Karte,
die ich heute wieder fand.
Dann steht da noch:
»Ich hab dich lieb!«
Wie viele Jahre ist das her?
Es sind kaum vierzehn Tage!

 

 

 

Was ist ...

Was ist die Liebe,
wenn sie dir so fern erscheint?
Was ist der Hass,
wenn du doch täglich ihm begegnest?
Was ist der Friede,
wenn zu keiner Zeit du in ihm lebtest?
Was ist der Himmel,
wenn niemals du dort wohnen wirst?
Auf alle diese Fragen,
vermisse ich bis heute eine Antwort.
Werde sie vermutlich niemals lesen.
***
 

 

 


Es war Juli

Es war Juli,
als wir uns erstmals
in die Augen sah 'n
Dein Blick verriet mir,
was in kühnsten Träumen
ich nie zu hoffen wagte
und doch ersehnte.
Es war Juli!
Und wieder ist es Juli.
Wir sind vereint und niemand
kann uns nun noch trennen,
weil du alles bist in meinem Leben,
halt ich dich fest
und lass dich nicht mehr los
und hab nur einen Wunsch:
Es möge jeder Monat
unsres Lebens Juli sein.
***
 

 

 

 

Seiltänzer

Du bist der Regenschirm
in meiner Hand,
wenn auf dem Seil
das Gleichgewicht ich mühsam
zu bewahren suche.
Und stürze ich
auch manches Mal
bei meinem Traumtanz
tief hinab,
so lässt der Schirm
ganz sachte
mich zu Boden gleiten.
***
 

 

 


Drei Wünsche

Im Traum sah heut ich
eine gute Fee
schneeweiss gekleidet
an meinem Bette steh‘n.
Drei Wünsche sollt ich nennen,
die würden schnellstens
in Erfüllung geh‘n.

Ich winkte lächelnd ab:
Drei Wünsche überlässt du mir?
Ich hab nur einen Wunsch-
die beiden anderen bring zu ihr.
Und sollte sie,
ich könnt es mir fast denken
auch nur einen wollen,
dann kannst den dritten
du getrost verschenken.
***
 

 

 


Doch nur Wassertropfen?
Du sagtest,
du teiltest mit mir die Gedanken.
Auch meine Sehnsucht
wäre dir nicht fremd.
Du sagst es, ich kann dir nur glauben.
Vielleicht jedoch sind deine Worte
doch nur Wassertropfen.
Sie kühlen kurz, doch nie
dringt einer unter meine Haut!
***

 

 

 


Unbeschreibliche Erinnerung

Es war Mai und
noch sehr kalt auf jener Alm;
wir wanderten Hand in Hand
auf schmalen Wegen
durch jenes unbeschreiblich schöne Land.
Von fern her grüssten uns die Gipfel
schneebedeckter Berge.

Es war Mai und noch sehr kalt,
und dennoch brannte tief in uns ein Feuer
als schliesslich wir, abseits vom Wege
zwischen Alpenrosen und Enzian
den Flug der Schwalben dann verfolgten.
Danach.
***

 

 


Inspiration

Dein Körper inspiriert mich,
komm, lass dich umarmen.
Wir versinken
im Strudel der Leidenschaft.
Einssein mit unseren Schatten,
fallen lassen ins Land der Fantasie,
endlos, grundlos.

Dein Geist verwirrt mich,
komm mir sehr nah,
vergessen will ich Vergangenes,
tief dringst du ein in meine Seele.
Kinderträume sind längst schon begraben
in Illusionen, gestaltlos.
***

 

 

 


Nie genug ...

Ich gehe gerne Hand in Hand
mit dir durch unsere Tage,
ob sie nun strahlend sind
oder vielleicht auch manchmal grau.
Ich will dich halten,
wenn du einmal stolperst,
das ist keine Frage.
Du wirst das Gleiche tun,
ich weiss es ganz genau.

Wenn wir durch unsere
letzten Jahre fliegen,
im Strom des Lebens
bis an unsere Grenzen treiben,
lass ich dich doch nicht los
auf diesem Flug.
Am Anfang war es Liebe!
Sie soll es bis zum Ende bleiben,
denn von deiner Liebe
hab ich nie genug!
***

 

 

 


Regentropfen

Einst glaubte ich, im Grau des Regens
allen Pessimismus der Welt zu sehn.
Stets wartete ich auf Sonnenschein,
ihn nur allein fand ich schön!
Doch seit wir beide
diesen Regen einst durchschritten
in unendlicher Zweisamkeit,
weiss ich: Ein jeder Tropfen
ist ein Atom deiner Zärtlichkeit!
***
 

 


 

Spannung

Blicke aus Glas,
wie Tautropfen im Gras,
Bewegung und Ruhe in uns.
Du und ich, Erlebnis der Stunde,
Körper und Seele ergeben sich,
verschmelzende Einheit,
Brandung der Gefühle!
Stille.
***

 

 


Deine Worte

Deine Worte
trafen mich ganz ungeschützt
wie ein Windhauch in der Nacht,
entfachten jenen Funken
unvorbereitet
der in mir schlief.
Drum sieh dich vor,
du könntest dich
sehr leicht an mir verbrennen
und dieses Feuer
könnte dir sehr schnell
alles abverlangen.
***

 

 

 


Kennwort

Zaghaft versuche ich mich
durch deine Gedanken zu tasten
vergebliche Mühe.
Verschlossen liegen sie
im Tresor deines Herzens
und nur du allein
weisst das Kennwort.

Warum nur verschweigst du es,
wo du doch weisst, wie voller
Sehnen ich darauf warte.
Dieses Wort würde mir
deine Gefühle erschliessen.
Sag, warum nur
fürchtest du dich davor?
***

 

 

 


Augenblick
Ich sehe deine Augen.
Ein winzig kleiner Blick.
Und siedend heiss erkenne ich,
was du noch nie
zu sagen wagtest.
Ein Augenblick!
Und die Welt
hat sich für mich
verändert.
***

 

 

 


Erwartung

Du siehst mich an
dein Lächeln
deine Blicke,
wecken in mir,
was in Träumen
ich lange schon sah,
und wenn dein Schweigen
meinem Schweigen
eine Antwort gibt,
dann kann es nur ein Wort sein:
ja!
***
 

 

 


Einmal

Hämmernde Herzen, jagende Pulse.
Erlebtes Erwarten.
Nie warst du mir
so nah
wie in dieser Minute.
Zitternde Spannung, verlorene Blicke,
Angst vor Berührung.
Einmal verlieren wir doch
die Furcht vor uns selbst.
***
 

 

 


Entdeckungsreise

Sie würden gern reisen,
unentdeckte Länder sehn.
Sie möchten niemals vor Grenzen steh’n,
wandern in geheimnisvolle Tiefen,
auf wunderbare Höh’n,
durch dunkle Wälder,
an blassblaue Seen.
Erforschen die kleine Welt
ohne Ende-
meine Hände.
***
 

 

 


Wieder einmal

Wieder einmal ist es so weit.
Ich fühle, ich bin nichts ohne dich.
Sehne mich nach deiner Zärtlichkeit,
der Kühle deiner Hand,
dem Klang deiner Stimme,
wenn sie sagt: Ich hab dich lieb!

Dann möchte ich versinken
im Blau deiner Augen,
untergehen im Bewusstsein,
tausend Tode zu sterben,
ohne zu leiden,
denn du bist ja bei mir.

Wieder einmal ist es so weit.
Alles ist still und hör ich ein Geräusch,
dann glaube ich dich
ganz allein nur zu hören.
Doch alles ist Täuschung.

Ich bleibe allein mit meiner Sehnsucht,
meinen Gedanken und träume,
wie schön könnte es sein,
wärest du hier, ganz nahe bei mir,
in meinem Arm.
***

 

 

 

 

Blaues Sternenfest

Was träumtest du
in jener Stunde,
als wir den silberhellen Mond
am Himmel sahn?
Als in der Schwüle
dieser Nacht
den Gleichklang unsrer Seelen
ich in deinen Augen las,
da war ich dein
und keine Fantasie!
 

Als dann der Mond sich hinter Wolken
ganz verschämt versteckte,
spürten wir den
Gluthauch der Natur,
nicht nur in unsren Herzen.
All unsere Sinne feierten
in dieser Nacht
ihr blaues Sternenfest.
***
 

 

 


Waldwege


Irisierende Lichter hoch droben
konkurrieren mit mattgrünen Blättern
hoher mächtiger Eichen,
Sonne schaut voller Neugier
auf zwei Menschen herab auf den Wegen.

Nur auf still verwachsenen Pfaden
suchen und finden wir beide
die Schönheit des Waldes,
wohl wissend, dass nichts so bleibt,
wie es heute erscheint.

»Gib mir deine Hand«, flüsterst du leise,
als könne dich jemand hören,
hier in der freien Natur.
Ein verzaubernder Blick zeigt mir all das,
was du zu sagen nicht wagst.

Raschelndes Blattwerk; duftige Blüten
werben mit zarten Farben,
wie im Zauberland schweben wir
über sonnendurchflutete Pfade
dem Ziele entgegen.

Inmitten der farbigen, sonnigen Pracht
halten wir inne, durchleben
das Wesen der menschlichen Nähe
auf liebende Weise bis in die tiefsten
Tiefen unserer Seelen.

Du bist Ich und ich bin Du,
wie wunderbar klang dieses Wort
noch in uns nach, als wir dann später
unseren Traumpfad verliessen,
wissend, dass Liebe nicht teilbar ist ...
***

 

 

 


Reigen der Liebe

In der Mitte der Nacht
Erwachen die Sinne,
Gedanken spielen den
Reigen der Liebe.
Was auf der Welt
Ist so schön wie der
Gleichklang der Seelen,
Wenn die Körper
Verschmelzen zur Einheit
***
 

 

 


Ein Traum

Es war vor langer Zeit
ein Traum,
er scheint so fern, so weit,
mein Traum,
doch er begleitet mich,
der Traum,
hell wie das Sonnenlicht.
Plötzlich schob langsam sich
vor diesen Traum
eine graue Wolkenschicht.
Mein Traum
zerfloss im Sternenschein.
Der Traum
liess mich nun einsam sein.
Dann nach unendlich langer Zeit
der Traum,
er wurde Wirklichkeit!
Mein Traum,
er kam mir nun hautnah.
Mein alter Traum
wurde wahr, denn du bist da!
***

 

 

 


Gestern und heute

In jenen Tagen träumten wir
die Sehnsucht zu den Sternen hinaus.
In jenen Stunden schickten wir die Träume
als Wünsche von Haus zu Haus.

Jene Tage der Sehnsucht, der Träume
sind so lang schon her.
Sie erscheinen heute, als wenn es erst
gestern gewesen wär.

Früher, gestern, was ist Zeit
im Reich der Träume,
und verblasster Fantasien?

Diese Stunden längst
verflossener Gedanken,
sind schon längst zu Hause bei dir
***

 

 

 


Solch ein Tag

Wieder so ein Tag
wie jeder andere.
An der Grenze
zwischen Farben und Grau
existieren noch Träume.
Unerwartet spüre ich dann
den Flügelschlag eines Falters.
Ich halte den Atem an,
vergesse die wehenden Träume,
Weil du bei mir bist. Bleib!
***

 

 

 

Deinen Namen

Nach Sonnenuntergang
liegt still der abendliche See.
Ein sanfter Abendwind kräuselt
hier und da das dunkle Wasser.

Wie ein Spiegel liegt er da,
ruht ganz in sich selbst
wie auch so oft mein Herz
in mancher Abendstunde.

Tausend winzig grüne Punkte
leuchten wie verzaubert
über der lichtleeren Weite.
Glühwürmchen flirren

hin und her, verzerrn dabei
im Spiegelbild des Wassers:
Deinen Namen und die Gedanken
nur an dich ...
***

 

 

Märchennacht?

Gestern Nacht,
aus einem Traum erwacht,
wurde ein Märchen wahr.

In dieser Stund
küsst ich deinen Mund,
dabei wurde mir klar:

Dass jene Nacht,
als vom Schlaf ich erwacht
kein schönes Märchen war.

Seit der nächtlichen Zeit
voller Glückseligkeit
sind wir beide ein Paar.

***

 

 

Sprache der Liebe

Stell dir vor, die Sprache wäre ohne Töne,
nur Kinder hätten Zugang zu den Worten,
wüsstest du das Wort für Liebe?
Sonst stünde es wie eine leere Hülse
ohne Sinn am Rande deines Wegs.

Du schaust durchs Fenster deiner Träume
und hörst den Regen, der in leisen Tönen
ans Fenster deines Herzens klopft.
Kann es denn sein, dein Ohr
versteht nicht diesen Dialekt?

Bedenke, irgendwann wird auch an dir
die bunte Blumenwelt vorübergehn.
Verloren doch die Blüten deines Lebens
schon die ersten grünen Blätter -
Worauf willst du noch warten?

Verschaff dir Zugang zu der Sprache,
die du schon lange hören konntest.
Dir fehlt doch nicht der Mut!
Öffne weit dein Fenster, dann
verstehst du auch der Worte Sinn.

Stell dir vor, die Liebe wäre ohne Sehnen,
ein chemischer Prozess nur in der Welt, 
den man nach Belieben steuern kann!
Ein furchtbarer Gedanke, den man
viel zu oft bei manchem Menschen findet.

Schließ doch das Fenster deiner Träume,
das Kind in dir zeigt dir den Weg
ins wundervolle Reich der Fantasie.
Hör dann gut zu, in jedem Regentropfen
spürst du der Liebe Ton und Sprache.

***

 

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Ich liebe dich

Ego amo te

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